Die Aktion "Schreib mit TraumAlos!" gibt unseren Geschichten einen Raum! Schreib uns, wie es dir oder deiner Familie, deinen Freunden geht und ging, was du erlebt hast, wie es dir ergangen ist und was du daraus gelernt hast. Drück deine Gedanken und Gefühle doch einfach mit Worten aus. Lass uns daran teil haben, wie es dir geht oder ging. Im Guten wie im Schlechten! Deine Geschichte interessiert uns.
"Schreib mit TraumAlos" und hilf uns, anderen zu zeigen, was in uns vorgeht. Sorg damit für Verständnis und Aufklärung, denn authentische Geschichten helfen Menschen zu verstehen, was in uns Uniformträgern und unserem Umfeld manchmal vorgeht. Wir freuen uns auf eure Werke!

Der Erlös aus dem Verkauf kommt zu 100% dem Webprojekt zugute, du unterstützt also damit frauzufrau-online und hast noch etwas, was du ins Einsatzland schicken kannst. Die Preise sind mengengestaffelt und reichen von 0,50 EUR bis 0,30 EUR pro Stück. Weiteres auch im Flyer der Aktion.
Was bist du? - Drängt sie stärker und stärker
Was bist du? Sprich! - fordert sie drängend, gewaltig
- Und ich wende meinen Blick ab -
Ein Wesen aus dieser Zeit und anderen
Ein Körper und ein Geist
Ein Schatten und das Licht
Trauer und voll fröhlichkeit
Menschlich und auch Tier
Frei und auch gefangen
Gegen Ketten kämpfend und voller Hingabe
Blutend lächelnd
Heil weinend
in der Stille lachend
In Einsamkeit schreiend
Rufend mit der Stimme des Tieres
und doch alle Zeit geborgen
Geborgen in mir
in Anwesenheit des Tieres
Sicher in aller Unsicherheit
denn ich weiss, ich bin Schülerin
Eine wachsene Seele
Reifend,sich erkennend in jedem Funken
Ein Schicksal von vielen.
Und Schicksal wurde positiv
denn es alleine lässt mich wachsen
In jedem Moment der Schwäche
steckt ein Samenkorn der Stärke
in jedem Moment der Angst
steckt ein Funken Mut
und ich blicke ihnen lächelnd entgegen
Seid Willkommen
Was ich bin fragst du mich?
- ich wende meinen Blick zurück -
Ich bin ICH
Ich habe mich erkannt
Einen Namen dafür brauche ich nicht
Willst DU wissen wer ich bin?
So gestatte ich dir mich zu erkenne
in aller Offenheit, aller Freundschaft
Doch ist es an dir den Weg zu finden.
es ist vergangen
und doch präsent
jeden tag
in mir
in meinem handeln
in meinem leben
in meinem fühlen
und meinem denken
dem vater der du warst
und ich hasse dich so sehr
du MONSTER!
wie konntest du das tun?
du hast mich zerstört!
mit den taten kann ich leben
aber nicht mit dem stempel
den mustern meines lebens
welche du in meine seele branntest
mein wesen ist geprägt
mein fühlen
mein handeln
und denken
und es zerreisst mich
denn so sehr ich es will
ich komme nich davon los
ich wünschte ich wäre eine schlange
die sich aus ihrer haut lösen kann
sie einfach abstreifen
hinter sich lassen
sich erneuern
und narben sind fort
doch dies kann ich nicht
und so sehr ich es will
es würde nichts ändern
wenn ich meine haut von mir schneide
darunter ist fleisch
rohes fleisch
blutend
und schmerzend
will ich das noch?
habe ich nicht genug geblutet?
genug schmerz empfunden?
wie gerne würde ich sagen
DU HAST KEINE MACHT MEHR ÜBER MICH!!
doch wenn ich genau hinsehe
dann weiss ich
du bist jeden tag da
in mir
in meinem handeln
in meinem fühlen
in meinem denken
wie?
wie werde ich dich endlich los?
du darfst nicht siegen
ich gehöre dir nicht mehr
ich will nicht dass ich wieder alles verlier
VERSCHWINDE AUS MEINER SEELE!
Wieviele Jahre hat sie Unglück gebracht?
Wieviele Jahre hast du mir geraubt?
Warum nur Papa? Ich hab dir geglaubt...
Geglaubt dass du mich hast lieb
Doch du, du warst nur mein Lebensdieb
Hast mir geraubt die Unschuld und Glück
Und beides gibt mir niemand zurück
Sowas tut doch niemand der hat ein Herz
Ich war ein Kind, dein Kind, dein Stern
Doch heute bist du endlich fern
Ich hasse dich und liebe dich
Doch du bist nurnoch ein Monster für mich
Ein böser Dämon welcher kam in manchen Nächten
Und spielte mit seinen finstren Mächten
Du, du lebst dein Leben als sei alles normal
Doch für mich ist das Leben eine einzige Qual
Es ist deine Schuld, doch du bekennst dich nicht
Du hast es genossen wie meine Seele zerbricht
Ich hasse dich! Und alle Männer wie dich
Wie könnt ihr das tun? Es ist so wiederlich
Ihr denkt nur an euch, den Moment eurer Lust
Was ihr anrichtet interressiert nicht oder ist nicht bewusst
Ihr seid Monster, Dämonen die rauben und stehlen
Monster die zerbrechen Kinderseelen
Ich wünsche euch aller Welten Schmerz
Denn dies ist, was ihr pflanzt in der Kinder Herz
Die Nacht kommt, bette dich zur Ruh
Schlaf mein Engel schlaf sanft ein
Sollst zart im Traum geborgen sein
Kleine Augen schließen sich
Doch Engel, niemand schützte dich
Kalte Hände, dunkle Macht
Schwerer Körper, Schmerz gebracht
Angst des Engels Schrei beschwört
Doch niemand seine Stimme hört
Erstickt gelähmt und zerschunden
Des Engels Flügel sind verschwunden
Bleiben zurück nur Leere Augen
Denen Vaterhände Freiheit rauben
doch was du nicht siehst ist dass ich eigentlich weine
meine seele blutet, schmerz und angst hieb auf hieb
doch ich lächle und schreie hörst du keine
ich ersticke vor wut und vor schmerz
meist ist es mir nichtmal bewusst
doch in machen momenten bricht mein herz
mauern bröckeln und es zerreist meine brust
eines ohne kontrolle, ohne verstehn, voller emotion
ich schlage um mich in worten, tobe und habe doch nur ein ziel
will dass du mich verstehst und hällst, meine liebe dein lohn
ich halte es nicht aus ich weiss ich tue dir weh
ich erkläre und klage mich an, ich bin der letzte dreck
schmerz und verzweiflung ist alles was ich seh
kein weg, keine hoffnung, kein halt, will nurnoch weg
drei wünsche sagt man gibt eine fee
mein erster wäre endlich frei zu sein in mir
der zweiter dass ich wieder hoffnung seh
der dritte dein verstehen und einen weg zu dir
feen gibt es nur wohl leider keine
drum beginnt das spiel immer aufs neue
eine lächelnde maske hinter welcher ich weine
wie sehr ich mich aufs "game over" freue...
er ist in mein Chaos gestolpert und hat lauthals geflucht
aus meinem Schlaf hat er mich so gerissen
wer er ist und was er hier macht wollte ich wissen
er sagte meine Schreie habe er gehört
und ich hätte so seine Nachtruhe gestört
Jene Schreie seien ein Lied von Sehnsucht und Leid
er wolle mich holen, dann wäre ich befreit
ich ging zu ihm und er schloss mich in seinen Arm
Jener Moment allein bedeutete schon Glück
Ich atmete durch und zog mich langsam zurück
Sein Blick senkte sich voller Ruhe zu mir
und ich wusste, heute lässt er mich noch hier
Mein Kind, vergiss eines niemals, bedenke jeden Tag
es wird die Zeit kommen wo ich dich ein letztes mal barg
Lebe jeden Tag und erschöpfe dich nicht im Schmerz
in dir ruht so viel, höre nur auf dein Herz
gehe weiter und es wird auch für dich Wege geben
ich verspreche dir,nichts geschieht umsonst im Leben
ich kämpfte gegen Bedrohung und Leid
Ich kämpfte gegen mich selbst
als meine Kräfte zu ende gingen
und mehr und mehr Narben sich zeigten
Ich kämpfte darum gehört zu werden
Ich kämpfte darum verstanden zu werden
Ich kämpfte darum gemocht zu werden
Und doch kämpfte ich auch gegen alle,
wenn ich glaubte sie sehen nicht...
Ich kämpfte darum geliebt zu werden
ich kämpfte um gut genug zu werden
Und schliesslich kämpfte ich gegen meine Tränen
Als jemand mir sagte:
"Hör auf, du hast genug gekämpft"
still
ruhig
und vollkommen klar
so sprudelt das wasser
an der quelle
mutter boden verlassend
entrissen der dunklen warmen sicherheit
langsam sucht es seinen weg
an steinchen entlang
über erde
ästchen
und gras
sich mehrend, sammelnd
quierlig plätschernd
ruhig wird es
und groß
stille kraft
voller tiefe
heimat gebend
mit reissend
auftreffend auf ein hinderniss
so groß
so fremd
so grau
und hart
unüberwindlich
schwillt an die tiefe ruhe
sich sammelnd
stauend
eingezwängt in ein korsett
erstickend die kraft
die lebendigkeit
und bewegung
so steigt es an
immer weiter und weiter
bis es eine grenze erreicht
gänzlich gefüllt der raum hinter mauern
sucht sich einen weg
das wasser
tropfen für tropfen
tränen gleich
zurück lassend das leben
verloren die heimat
bis ein steinchen reisst
die mauern bröckeln
und alles mit wucht hervor springt
explodierendes wasser
aufgestauter energie
alles fort reissend
vernichtend
was doch heimat sein sollte
bis erneut die mauern gebaut
gezähmte gewalt
für momente
der stillen toten ruhe
bis sich erneut findet eine schwäche im stein
wie das wasser belebend frisch und rein
so das fühlen einer seele
soll nich hinter mauern sein
doch wurden einmal sie gebaut
so wechselt ruhe und schmerz
und das leben ist nicht mehr vertraut
ging schweren Schrittes scheinbar jeder Hoffnung beraubt
Weiches Herz in lodernden Flammen
tausend Dolche schienen hinein zu rammen
Die Flügel hingen hinab sehr schwer
so schritt er an den Klippen entlang seine Augen fast leer
Ein Schritt nur noch weiter, er gibt nicht auf
schlägt mit den Flügeln, doch das Schicksal nimmt seinen Lauf
so stürzt er hinab, der Wind sticht eisig in die Haut
über seine Lippen dringt längst mehr kein Laut
Er weiss es passiert wieder, er kann tun was er will
Knochen zerschmettert, zerrissene Haut
so liegt er im Blute, Schmerz, der Sehnsucht unterbittliche Braut
fordert so vielfach seinen Tribut
jedesmal wieder, egal was er tut
Doch Glauben bleibt auch wenn Hoffnung geschwunden
Er weiss um sein Ziel auch wenn er zerschunden
so geht er erneut den Weg über Klippen
schleppt sich hinauf mit schmerzendem Herz und gebrochenen Rippen
Blickt hinaus zu den anderen voller Sehnsucht und Schmerz
und wieder treib vorwärts ihn die reine Liebe welche wohnt in seinem Herz
So geht er Tag für Tag in Minuten und Stunden
mit schmutzigem Gewand und tiefen Wunden
doch glaubt er noch immer an den Sinn seiner Reise
er kämpft und kämpft, geht seinen Weg auf seine weise
Reicht seine Hand so manch verlorenem Kind
so vergeht für Momente der Schmerz und bringt Hoffnung der Wind
Streicht über schmerzende Haut und verkrustetes Haar
und der Engel weiss, das er kein Schritt umsonst gegangen war
ich sehe in den Spiegel betrachte das Bild gebannt
Ich sehe in den Spiegel berühre es ganz zart
ich sehe in den Spiegel und schlucke hart
Was ich sehe bin das ich?
warum erkenne ich mich nich?
Voller Hass und Abscheu steh ich dort
und wünschte ich wäre an einem anderen Ort
In einer Welt weit weg von hier
villeicht in deiner Welt, bei dir
Nur nicht hier, will hier Weg
Fühl mich wertlos und wie Dreck
Ich sehe in den Spiegel und meine Faust schlägt zu
Ich sehe in den Spiegel und möcht so gern Ruh
Ich sehe in den Spiegel und spüre mein Blut
Ich sehe in den Spiegel, voller Schmerz und verzweifelter Wut
hast du ihn je gespürt?
den schmerz tief in dir drinn,
bei deinem herz mag er beginnen,
breitet sich immer mehr aus,
schnürt dir die kehle zu,
vernebelt deine sinne.
kennst du diesen schmerz?
brennend wie feuer und dumpf,zäh,klebrig wie teer.
manchmal beginnt er ganz klein,
breitet sich nur langsam aus
ein andermal schlägt er ein wie eine bombe, mit einer kraft die mich zum schreien bringen könnte,
aber es erklingt kein ton.
kennst du diesen schmerz?
er kann einen wahnsinnig machen,
so fühlt er sich an.
immer größer wird der druck,
immer größer die verzweiflung,
immer größer die angst und die unruhe.
was soll ich nur tun?
die gedanken drehen sich im kreis,
immer wieder schweift der blick zum handgelenk,
die fingernägel krallen sich in die haut.
es soll nur aufhören,
endlich aufhören!
kennst du diesen schmerz?
wenn die gedanken springen und die gefühle der vergangenheit dazu kommen,
dann wird es gänzlich unerträglich.
gefangen in mir,
in dem schmerz.
greife ich zur klinge und schneide mich frei.
ich spüre es kaum,
aber das blut beruhigt.
so warm,
so rot rinnt es über die haut.
und ich mache immer weiter.
die kontrolle eine stelle ab zu grenzen,
den schaden ein zu dämmen ist längst weg.
und immer wieder wandert der blick zum handgelenk.
kennst du diesen schmerz?
es soll nur aufhören,
alles aufhören!
die sinne vernebelt,
die gedanken gelähmt.
und hinterher.
so schmutzig.
so leer.
was habe ich nur getan?
warum?
wie konnte ich nur so die kontrolle verlieren?
und DU urteilst über mich?
dann frage ich dich,
kennst du den schmerz?
nein?
welches recht hast du dann zu urteilen???!!
Von Feldpost – Briefen von Soldaten aus dem Einsatz in die Heimat – war schon viel zu lesen, doch was schreiben die Angehörigen den Soldaten? Wie sieht die andere Seite der Feldpost aus?
Katrin Schwarz wollte wissen, was Frauen, Schwestern und Mütter ihren Briefen anvertrauen, wenn der Empfänger als Soldat in Afghanistan, im Kosovo oder vor Somalia im Einsatz ist.
In einer Auswahl aus über 200 Briefen aus den letzten zehn Jahren erzählt ihr Buch von den Sorgen, Sehnsüchten und dem Alltag der "Soldatenfrauen". Die Briefe geben einen Einblick in die Gefühle derer, die daheim bleiben, wenn der Soldat ins Ausland geschickt wird, und die doch "hinter" ihm stehen, egal wo er ist... Ein Einsatz beginnt nicht mit dem Abreisedatum, sondern meistens früher, und oft endet er nicht, wenn der Soldat wieder zu Hause ist. Die Briefe erzählen von Abschied, Angst und Einsamkeit, aber auch von Liebe, von Träumen und Plänen für die Zeit "danach". Sie handeln vom - manchmal vergeblichen - Bemühen um "business as usual", um dem Soldaten einen von privaten Nöten freien Einsatz und die Rückkehr in ein "normales Leben" zu ermöglichen. "Mach’ Dir keine Sorgen", ist der wohl am häufigsten geschriebene Satz.
Ein berührendes und informatives Buch über das Erleben an der "Heimatfront", durch das Katrin Schwarz die Leser entlang der Etappen eines Auslandseinsatzes einfühlsam begleitet.
* * *
176 Seiten, Preis: €14,90 (D), ISBN 9783940461162
Erhältlich im Buchhandel oder portofrei direkt im adatia-Verlag unter: bestellung@adatiaverlag.de.
Du findest das Buch auch in unserem Amazon Bücher-Shop

Geschichte geschieht nicht einfach – sie wird von Menschen gemacht. Und Geschichte wird auch von Menschen geschrieben. Die meisten von uns hinterlassen Spuren auf dieser Welt, oft auch in schriftlicher Form: Briefe, Tagebücher, kleine Erzählungen aus dem Alltag oder ganze Lebensgeschichten oder Familienchroniken.
Solche Produkte persönlicher „Geschichtsschreibung“ können auf Menschen Schreiben Geschichte in einer gemeinnützigen, nichtkommerziellen Umgebung einer interessierten Öffentlichkeit näher gebracht und somit "überliefert" werden.
Erinnerungs- und schreibfreudige Menschen sind eingeladen, eigene autobiographische Texte vorzustellen und lebensgeschichtliche Erfahrungen mit anderen zu teilen.
Menschen schreiben GeschichteUnser Auftrag ist, den Brückenschlag zu sichern.
Wir erreichen die zerstörte Brücke und gehen in Stellung.
Die Pioniere beginnen ihre Arbeit. Sie sind schnell, sie sind gut.
Nach einigen Stunden, alle warten gespannt darauf, dass die Pi-Kräfte Ihre Arbeit beenden.
Eine laute Detonation erschüttert die Ruhe und das Treiben vor Ort.
Hektik. Unruhe. Was war das?Am Funk höre ich, dass es sich um einen Raketenangriff handelt.
Ich wechsel die Stellung, um einen Blick auf die Abschussstelle zu bekommen und das Feuer mit Mörsern zu erwidern.
Während wir noch versuchen, die genaue Abschussstelle zu ermitteln, detoniert einen zweite Rakete in der Nähe.
Die Aufregung wird größer.
Ich laufe zum Fahrzeug. Ich laufe zur Stellung.
Die Sonne brennt unerbittlich vom Himmel. Es sind nur wenige Meter zwischen der Stellung und dem Fahrzeug.
Ich lege den Weg ein zweites, ein drittes Mal zurück.
Ich bin wieder in der Stellung. Am Ende meiner Kräfte. Dehydriert. Ein Soldat reicht mir eine Wasserflasche. Ich trinke.
Ich versuche ein Feuerkommando abzusetzen. Die Funkverbindung lässt das nur begrenzt zu. Nichts funktioniert.
Wir überwachen. Ich werde auf die letzte aufgeklärte Abschussstelle eingewiesen. Ich ermittle die Koordinaten.
Ich sehe den dritten Abschuss. Die Rakete kommt. Ich sehe sie, sie kommt direkt auf unsere Stellung zu.
Mein Nahsicherer ruft mir zu:" Leutnant, Kopf runter!"
Leere im Kopf. Warten auf den Aufschlag. Hoffen. Angst.
Nach einigen Sekunden Entspannung. Die Rakete hat nicht umgesetzt. Keine Detonation.Überlebt. Danke Gott.
Ich gehe meinen Weg.
Aufrichtig, ehrlich und mit einem Lachen.
Die Steine, die vor mich gelegt werden,
sehe ich schon lange als spannende Herausforderung.
Zugegeben: Mal mehr, mal weniger.
Die Tränen und der Schmerz als Heilung meiner Seele.
Lernte ich doch, dass Tiefen notwendig sind, um Höhen zu genießen.
Die Erinnerungen an den Krieg trage ich wie einen Schatz,
habe ihn schließlich überlebt und viel gelernt.
Wie schön es doch ist, in Frieden zu leben.
Die Erinnerung an Enttäuschung und Trauer, an Hass und Wut,
Ungerechtigkeit und Lügen halte ich sorgsam in den Händen,
denn sie haben mich zu dem gemacht, der ich bin.
Manchmal blicke ich, in meinem Garten sitzend, zu den Sternen und denke mir:
"Ist es von Wert, immer zu kämpfen, neu anzufangen und stark zu sein?"
Immer wieder komme ich zu der Antwort:
Ja, es ist von Wert.
Stillstehen und ertragen kann jeder,
doch hätte ich dann die Möglichkeit,
die schönen Seiten des Lebens voller Leidenschaft zu erfahren?
Auf meinem Weg begleitet mich heute ein Buch mit vielen Kapiteln.
Kapiteln der Liebe, der Männer, der Trauer, der Angst, der Neugierde,
des Krieges, der Hoffnung und des Friedens.
Immer wieder schließt ein Kapitel und ein anderes öffnet sich.
Manchmal wie von Zauberhand - manchmal auch sehr schleppend.
Manche Seiten meines Buches sind leer,
manche überfüllt mit Worten und Bildern, andere
herausgerissen, zerknüllt und wieder eingeklebt.
Ich sitze gerne mit meinem Buch im Garten und blättere
im Licht der Sterne durch die einzelnen Kapitel -
meine Kapitel.
Welch' schlechtes Buch es doch wäre,
wenn es nach dem Vorwort endete...
Mein Lebensbuch ist schon lange mein Weggefährte,
mein treuer Begleiter.
Ich danke dem Leben, dass ich so viel erleben durfte und darf,
denn es ist die Vielfältigkeit, die mein Leben so bunt,
wundervoll und herrlich tragisch macht.
Manchmal fällt eine Sternschnuppe,
dann springe ich auf und fange sie ein.
Auch ein Optimist wie ich
genießt den feinen Sternenstaub und das funkelnde Licht,
ehe er aufbricht, um den nächsten Stein des Weges zu bezwingen.
Wenn der Stein dann bezwungen ist,
kehre ich mit meinem Buch zurück in den Garten
und gebe die Sternschnuppe dem Himmel zurück, denn
Auf und ab schwingt es. Oft habe ich mich gefragt: Wohin soll ich gehen?
Manche Wege schienen versperrt, manche zu beschwerlich. Ich beschritt sie trotzdem, immer auf der Suche nach Sinn und Intensität. Waren es Umweg, Irrwege?
Nein, es waren Werdensschritte zum Menschsein.
Warum der Schmerz und die Mühsal? Auch das ist ein Teil der Menschwerdung!Noch einmal durchlebt: Ich würde dieselben Wege beschreiten und mit keinem Menschen möchte ich mein Leben tauschen.

Da, endlich kommen die Busse! Viele Angehörige mit Kindern, Freunden und Kameraden warten, dass ihre Männer, Frauen, Väter und Freunde endlich nach Hause kommen.
Die Busse öffnen ihre Türen. Nach und nach kommen die Männer und Frauen in voller Montur und mit Gepäck beladen heraus. Man sieht ihnen die Anstrengungen und die Müdigkeit der letzten Tage an.
Braungebrannte Gesichter strahlen uns auf der Suche nach ihren Lieben an.
"Endlich zu Hause!"
Ich sehe meine Tochter. Sie sieht gut aus. Braun, strahlend und alles dran. Wir umarmen uns! Tränen der Freude und Erleichterung gehen ihren Weg.
Nach den üblichen Urlaubstagen, ärztlichen Terminen kam eine Woche Seminar mit den Kameraden und Angehörigen. Es wurden Gesprächsrunden mit einem Psychologen abgehalten.
Danach fing der Arbeitsalltag in der Kaserne wieder an.
Tagebucheintrag Monate später
Den Tag werde ich nie vergessen. Anruf aus der Kaserne:
Was ist passiert?
Der Truppenarzt erklärt mir mit sachlichen Worten kurz und bündig: "Ihre Tochter hatte einen Nervenzusammenbruch und wird in die Klinik eingewiesen."
Das kann nicht sein! Ich verlor den Boden unter den Füßen...
Heute weiß ich, dass ein Mensch ungeahnte Energie und Kräfte in sich hat, die durch außergewöhnliche Geschehnisse freigesetzt werden können.Ich danke heute einer Kameradin und jetzt besten Freundin meiner Tochter. Fürs Zuhören und für ihre direkte und spontane Hilfe.
Durch Gespräche mit meiner Tochter über Erlebnisse in meinem Leben konnte ich ihr vermitteln, dass Schwäche zulassen Stärke bringt.
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Wir gründeten den Verein TraumAlos e. V. aus der Erkenntnis, dass es sehr gute Ärzte und Psychologen gibt. WIR wollen aber unkompliziert allen Einsatzkräften und deren Angehörigen, egal ob Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, Sanitäter usw. helfen.Traut Euch! Macht den ersten Schritt, fangt an zu reden. Ihr entscheidet wie euer Weg weiter geht. Aber Ihr seid nicht allein!
Meine Tochter ist heute mit vollem Einsatz und Überzeugung wieder im Dienst der Bundeswehr. Sie hat wieder Träume für die Zukunft und steht wieder voll im Leben.Schau dir unsere aktuelle Spendenaktion an:

